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Global denken - regional handeln

Kommunale Alternative Großenkneten

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Landwirtschaft

In der vergangenen Ratsperiode ist es wiederum zu einer ungebremsten Zunahme von Stallbauten der Massentierhaltung gekommen. Die von CDU, SPD und FDP veranlasste Planung von „Baufenstern“ für Stallbauten wird diesen Boom zusätzlich befeuern!

Die Abstimmung gegen die Hähnchenschlachterei in Ahlhorn hat aber gezeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung eine Fortsetzung des Stallbooms ablehnt, der dazu geführt hat, dass schon jetzt in unserer Gemeinde rund 80.000 Schweine, 300.000 Puten, 550.000 Legehennen und 1,1 Millionen Masthühner leben!

Auf jeden der rund 15000 Einwohner kommen somit etwa 5,3 Schweine, 20 Puten, 36 Legehennen und 73 Masthähnchen!

Nach allgemein anerkanntem Wissensstand führen die Nähr-stoffüberschüsse (Mist, Gülle) aus diesen Ställen zu erhöhten Nitratwerten und Antibiotikarückständen im Grund- und Oberflächenwasser. Anwohner und Umwelt werden durch Schadstoffe aus der Abluft wie zum Beispiel Ammoniak, Feinstaub und Keime belastet.

Die Tiere werden auf engstem Raum gehalten. So schreibt das Gesetz für Mastschweine mit 110 kg Lebendgewicht lediglich 0,75 m² vor. Masthähnchen mit 1,5 kg Lebendgewicht haben nur 385 cm² zur Verfügung, das ist kaum mehr als ein halbes DIN A4 Blatt! Eine tierschutzgerechte Haltung ist in diesen Massenställen somit kaum gegeben!

Dafür setzen wir uns ein:

  • Um die Belastung der Umwelt durch Nährstoffüberschüsse zu reduzieren, müssen die Tierzahlen an die vorhandenen Ackerflächen gebunden werden (qualifizierter Flächennachweis).
  • Seitens des Landkreises müssten Flächenbegrenzungen für den Energiepflanzenanbau aufgestellt werden, um der Vermaisung entgegen zu wirken.
  • Der Anbau und die Fütterung genmanipulierter Pflanzen/ Früchte sollte wegen der erheblichen Risiken für Mensch und Umwelt gänzlich verboten werden.

Nur eine flächengebundene bäuerliche Landwirtschaft bringt auch kostendeckende Preise für unsere Landwirte. Jeder landwirtschaftliche Betrieb, der aufgrund des Kostendruckes und des Wachstumswahns aufgeben muss, ist einer zu viel. Hierfür sollte die regionale Vermarktung auch in öffentlichen Küchen, z. B. an Schulen und in Kitas, gefördert werden.

P1020098-600