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Kommunale Alternative Großenkneten

Ahlhorn - Großenkneten - Huntlosen - Sage

 

 


 


Umwelt und Natur, Wasser und Energie

Die gesamten unbebauten Flächen des Gemeindegebietes werden immer intensiver genutzt und viele Pflanzen und Tierarten (z. B. Fasan, Rebhühner) haben kaum noch Raum zum Überleben.

Mit der starken Ausweitung des Maisanbaus als Futter- und Energiepflanze sind fast alle Brachflächen verloren gegangen, die vorher eine wichtige Funktion im Naturhaushalt hatten. Umso mehr gilt es nun, die letzten verbliebenen naturnahen Nischen zu schützen und zu erhalten.

Mit den großen Maisanbauflächen sind aber auch die landwirtschaftlichen Maschinen für die Bodenbearbeitung, Düngung und Ernte immer größer und schwerer geworden. Die Folgen davon sind eine unnatürlich hohe Verdichtung der Ackerböden, ein unverhältnismäßiger Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern an den Feld- und Wegerändern sowie die übermäßige Belastung der Wegeseitenränder. Die Natur wird maschinengerecht zusammengestutzt. Ackerrandstreifen, Wegeseitenränder, kleine Gehölzflächen und Schlatts sind Rückzugsgebiete und Nahrungsquellen für das Niederwild und unsere heimischen Singvögel und müssen von umfangreichen Pflegemaßnahmen ausgenommen werden.

Alle Wegeseitenränder müssen wieder auf ihre ursprüngliche Breite zurückgeführt, gemeindeeigene Grünflächen auf den Wegeparzellen dürfen nicht mehr umgepflügt und landwirtschaftlich genutzt werden. Stattdessen sollten sie mit heimischen Büschen bepflanzt werden, um als Windschutz sowie als Schutz und Nahrungsquelle für unser heimisches Wild zu dienen. Dem Landschaftsschutz und der Schaffung von Kleinbiotopen im Sinne einer Biotopvernetzung muss eine höhere Priorität eingeräumt werden.

Folgende Forderungen sind kurz- und mittelfristig umzusetzen:

  • Reduzierung des Flächen-verbrauchs bei der Gemein-deentwicklung (z.B. Baulückenbebauung) und der gewerblichen (industrialisierten) Landwirtschaft. Die endliche Ressource Boden ist auch für die nachfolgenden Generatio-nen in ausreichendem Maße zu erhalten und in ihrer Funktion nachhaltig zu schützen.
  • Entwicklung eines Gemeindekonzeptes „Landverbrauch 2030“. Hier sollte das Ziel erarbeitet werden, ab 2030 keine neuen Bauflächen zu Lasten der Lebensmittelproduktion auszuweisen. Stattdessen sind Gewerbebrachen zu nutzen und die Wohnbebauung zu verdichten. Dies dient der Ernährungssicherheit und dem Wasser- und Klimaschutz
  • Schutz vorhandener und Anlage neuer Saum- und linearer Gehölzbiotope wie Wegeraine, Blühstreifen, Wallhecken, Alleen und Gewässerrandstreifen als Naturschutzmaßnahmen, aber auch als Kompensationsmaßnahmen im Rahmen der Bauleitplanung.
  • -Schutz der Lethe vor weiterer Eutrophierung (Überdüngung) durch Anlage von beidseitig mindestens 10m breiten Gewässerschutzstreifen. Diese Schutzstreifen sind extensiv zu bewirtschaften.
  • Schutz der FFH-Gebiete Ahlhorner Fischteiche und Sager Meer durch Kontrolle und Reduzierung der Grundwasserentnahmen in deren Einzugsbereichen.
  • Weitere Flächenankäufe entlang des Lethe- und Hunteverlaufs und extensive Bewirtschaftung dieser Gewässerrandstreifen auch im Rahmen von Kompensations-maßnahmen.
  • Renaturierung von Fließgewässern (Wasserrahmenrichtlinie) auch im Rahmen von Kompensationsmaßnahmen für die Bauleitplanung.
  • Schutz des Grund- und damit Trinkwassers durch Reduzierung der Düngermengen (Gülle) in der Gemeinde. Hier gilt es, eine qualitative Entwicklung der bäuerlichen Betriebe zu unterstützen.
  • Schonender Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern an gemeindeeigenen Straßen und Wegen, um den Singvögeln mehr Nistmöglichkeiten zu bieten.

Wasser1-2016 Ax 2-600